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REDAKTIONSBESUCHE JJ17 in Zürich

Journalisten im schnellsten Lift der Welt
Redaktionsbesuch beim Schweizer Fernsehen

Was ist langweilig an „10 vor 10“? Das wollte Susanne Wille am Donnerstagabend vom Fernsehpublikum wissen. Diese provokative Frage haben sieben junge Journalisten im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung „Journalismus Jetzt“ mit konstruktiver Kritik beantwortet. Mit dem schnellsten Lift der Welt, wie Produktionsassistentin Patrizia sagt, ging es rasant nach oben – direkt ins Sitzungszimmer der Redaktion von „10 vor 10“.

Die meisten der sieben Jungjournalisten haben – mehr oder weniger pünktlich – am Vortag die Sendung „10 vor 10“ eingeschaltet und kritisch analysiert. Einige schauten die Sendung live im Fernsehen, anderen diente sie als Gute-Nacht-Geschichte, welche zeitversetzt im Internet konsumiert wurde. Selbstkritik im Austausch mit Sendungskritik: So lautete die Devise des Redaktionsbesuchs am Freitagmorgen. Denn dem Format fehlt es an jungem Publikum – trotz Hashtags, die am Ende jeder Sendung zum Diskutieren im Netz motivieren sollen.

Nachdem wir in der morgendlichen Sitzung die Tagesplanung miterleben durften, konnten wir unsere Meinung zur letzten Produktion sowie zum Senderkonzept vertreten. Diese hat das Team zuerst kommentarlos angehört und anschliessend dankbar aufgenommen sowie reflektiert.

Der Weg bis zum fertigen Beitrag im Fernsehen ist lang. Dieser Eindruck hat sich während unseres Besuchs im Fernsehstudio verstärkt. Die Redaktoren von „10 vor 10“ blicken für die die Produktion länger auf den Bildschirm als die Zuschauer während der gesamten Sendung. Aber auch bei der besten Vorbereitung kann es sein, dass die Sendung nochmals spontan umstrukturiert werden muss, wenn ein unvorhergesehenes Ereignis eintritt. „Ich bin jeden Tag froh, wenn kein bekannter Politiker um 21 Uhr stirbt“, witzelte ein Mitarbeiter. Genau diese Schnelllebigkeit des digitalen Zeitalters, so wurde uns bewusst, wird die Medienlandschaft weiter verändern.

*Dieser Text ist vor dem Inputreferat Miriam Suters entstanden. Ansonsten hätten die Autorinnen dieses Textes sicherlich auch von JournalistInnen im schnellsten Lift der Welt geschrieben (Anmerkung des Korrektorats)