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Junge Medien - Journalismus Y

Blog

Junge Medien - Journalismus Y

Janine Teissl

Die Welt wird immer schlechter? Nein. Luca Ghiselli und Angelo Zehr glauben das nicht. Und sie mögen es auch nicht, wenn alte graue Anzugträger an Journalismus-Tagungen genau das für den Journalismus prophezeien. Mit ihrem Audio-Podcast Journalismus Y versuchen sie ein Gegengewicht zu bilden und diskutieren über die technischen und wirtschaftlichen Veränderungen, die die Digitalisierung des Journalismus mit sich bringt. Immer kritisch, aber immer optimistisch und immer wieder mit spannenden Gästen (interviewt werden nur junge Journalisten. Grundregel: Traue keinem über 30). Im Blog nennt dir Angelo Zehr...

Zeichnerin: Anna-Lena Zimmermann

9 Gründe, warum es nice ist, heutzutage jung und Journalist zu sein

Du hasst Listicles? Sorry, da musst du jetzt durch. Aber es lohnt sich. Wenn du unten angekommen bist, bist du resistent gegen jegliche «oh mein Gott dieses Internet ist so schlimm und macht unseren Journalismus kaputt» - Plattitüden. Versprochen.

1. Wir wurden noch nie so oft gefragt
Noch nie waren die Fragezeichen, wie es weitergeht mit dem digitalen Journalismus, grösser. Das klingt jetzt, als wäre das etwas Schlechtes. Ist es aber nicht. Als Generation der Digital Natives wird uns nämlich zugetraut, dass wir bei der Auflösung dieser Fragezeichen eine wesentliche Rolle spielen. Und das ist völlig neu. Oder wurden unsere Eltern nach ihrer Einschätzung gefragt, als sie mit 25 ins Berufsleben gestartet sind? Soweit ich weiss nicht. Aber mir geschieht das ständig.

2. Es war noch nie so gratis
Der Text, den du gerade liest, wurde auf einem billigen Laptop getippt, gratis auf einen Blog gestellt und in der ganzen Welt gratis angeschaut. Den Podcast Journalismus Y nehmen wir auf achtzigfränkigen Mikros auf, stellen ihn auf Soundcloud, Youtube und Wordpress und das Ganze kostet uns monatlich etwa so viel wie zwei grosse Bier. Ich weiss nicht wie ihr das seht, aber ich find das grossartig.

3. Es war noch nie so mobil
Wie sieht dein Homescreen auf deinem Smartphone aus? Also ich hab da eine Kamera, drei soziale Netzwerke, unzählige News-Apps, Periscope, u.v.m. Aus unserer Hosentasche können wir Inhalte aus der ganzen Welt konsumieren oder eigene Inhalte in ebendiese Welt rausposaunen. 3G sei Dank. Berichterstatten von unterwegs war noch nie so einfach.

4. Es hat (glaub) noch nie so viel Spass gemacht
Zugegeben, das kann ich nicht abschliessend beurteilen – Zeitreisen wurden noch nicht erfunden. Aber wenn ich daran denke, wie wir in der journalistischen Arbeit heute Video, Text, Foto, Grafik, Ton, Gamification, User-Interaktion und all diese Dinge miteinander kombinieren, kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Arbeit je abwechslungsreicher war.

5. Lernen war noch nie so einfach
Kennst du Coursera? Lynda.com? Codecademy? Nein. Aber Youtube kennst du. Such mal nach «how to» und staune. Der Mensch scheint von Grund auf ein Wesen zu sein, das gerne Wissen teilt. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man sich heutzutage echt alles – vom Fotografieren übers Filmen, vom Programmieren übers Schreiben – selbst aneignen kann.

6. Dinge anders machen war noch nie so willkommen
Als ich ins Berufsleben gestartet bin, hab ich erst einmal beobachtet, wie alles so läuft und wollte mich anpassen. Wollte die Dinge so machen, wie sie die anderen machen. Doch dann merkte ich – die meisten möchten viel eher wissen, was man anders bzw. besser machen könnte. Die Ungewissheit, wie es die nächsten Jahre weitergeht, mag einigen ungeheuer sein. Wer sich darauf einlässt und versucht, das Beste daraus zu machen, wird gewinnen.

7. Geld verdienen wird noch einfacher. Versprochen.
Bernie Sanders hat 112 Millionen Dollar aus Kleinspenden eingenommen. Warum das etwas Gutes ist? Wenn es endlich an der Tagesordnung ist, dass wir auch kleine Beträge ohne viel Aufwand und ohne Gebühren übers Internet hin und her schicken, beginnt im Internet-Journalismus ein neues Zeitalter. Das ist jetzt eine etwas gewagte Prognose, zugegeben, aber es gibt heute schon diverse Blogger, die von solchen kleinen Beträgen leben können. Und ich bin sicher, es werden immer mehr.

8. Vernetzen war noch nie so einfach
Hi I’d like to add you to my professional network on LinkedIn. Es gibt zwar wenig nervigere Mails als diese, aber das dahinterliegende Motiv ist super: Vernetzt euch. Geht an die Veranstaltungen von den Jungen Journalisten, lernt Leute kennen, tretet Facebook-Gruppen bei oder folgt inspirierenden Leuten auf Twitter. Und ihr werdet sehn – plötzlich führt eines zum anderen und ihr seid einen Schritt näher an eurem Job oder was auch immer ihr sucht.

9. Just do it
Mach’s einfach. Du wirst es nicht bereuen. Starte deinen eigenen Wordpress-Blog, Podcast, Youtube-Kanal oder fang an, indem du einfach deine bestehenden Kanäle wie Facebook, Twitter oder Instagram nutzt und deine Inhalte damit streust. Und vor allem: Keine Angst vor Experimenten. Wenn sich in einem Punkt alle Experten und Zukunftsforscher einig sind, dann in diesem: Probieren geht über studieren.

Angelo Zehr