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Blog

Multimediawettbewerb: Mit der Glückskette ins Ausland

Janine Teissl

 Die Glückskette feiert ihren 70. Geburtstag. Sie organisiert deshalb einen Wettbewerb für junge JournalistInnen, die noch am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen.

Du hast die Idee für eine internationale Multimedia-Berichterstattung? Bewirb dich! Mit etwas Glück gehörst du zu den vier KandidatInnen, die von der Jury ausgewählt werden. Dann finanziert die Glückskette deine Recherchereise. Aus den umgesetzten Projekten wird zum Abschluss ein Siegerprojekt gewählt. Der Preis besteht aus einem „Multimedia- Paket“, bestehend aus einer Ausrüstung zur Umsetzung von Multimedia-Projekten im Wert von CHF 2000 sowie einem 2-tägigen Redaktions-Einblick bei einem SRG-Medium.

Die Publikation der Geschichten auf den Kanälen der Glückskette erfolgt im kommenden Sommer. Die Eingaben zum Wettbewerb können auch von Zweierteams gemacht werden.

Eingabefrist für die Idee zu deinem Projekt ist der 30. November 2015. Den kompletten Zeitplan und alle weiteren Infos findest du  hier.

1. Schweizer Reporter-Forum - Forum für besseres Erzählen

Janine Teissl


Das erste Schweizer Reporter-Forum am 9. Oktober 2015 war so schnell ausverkauft, dass Viele kein Ticket mehr ergattern konnten. Ein paar JJS-Mitglieder hatten aber Glück: wir haben rechtzeitig Tickets reserviert! Als kleine Gegenleistung haben sie für uns einen Blogbeitrag darüber verfasst, was sie am Forum überrascht und was sie geärgert hat und natürlich auch, was sie an dem Tag gelernt haben.

Überrascht

An einer Tagung über Journalismus einen Vortrag über Drohnen zu hören und dann auch noch beschwingt aus dem Raum zu gehen, hatte ich nicht erwartet. Schuld war Jonathan Ledgard, ehemals Korrespondent des Economist, heute Leiter des Forschungszentrums Afrotech an der eidgenössischen technischen Hochschule in Lausanne (EPFL). Er träumt davon, Afrikas Gütertransport mit fliegenden Robotern zu revolutionieren. Im Fokus stehen die armen Metropolen. Dort traf Ledgard teilweise auf weniger Strassen als in nordschottischen Kleinstädten, wo er aufwuchs. Pläne für den ersten Drohnenflughafen in Zimbabwe gibt es bereits – gezeichnet von Norman Foster, Architekt des grössten Flughafens der Welt. Er habe also einfach seinen alten Freund Norman sowie den Präsidenten von Zimbabwe angerufen, und diese hätten eingewilligt? fragt Gesprächsleiter Hannes Grassegger. „Es war natürlich etwas komplizierter, aber man kann es so zusammenfassen“, sagt Ledgard vergnügt. Er wisse, wie verrückt die Geschichte klingt, doch sie sei nun mal wahr. Wenn die Finanzierung zustande kommt – noch fehlen ein paar Millionen – sollen nächstes Jahr die ersten Cargo-Drohnen in Afrika fliegen.
Céline Graf


Geärgert

Mein Aufreger des diesjährigen Reporterforums war das Bemühen der Veranstalter, Aufregung zu vermeiden. So wurden medienpolitisch heikle Themen erst im Schlusspanel des Reporterforums durch die Initiative von Schriftsteller Lukas Bärfuss angesprochen. Er fragte beim abschliessenden Podiumsgespräch, ob es den anwesenden Zuhörern auch aufgefallen sei, dass die Schweizer Medien langsam monopolisiert werden? Ein Herrschaftsversuch aus Richtung Herrliberg sei wahrzunehmen. Sichtlich in Rage wurde Bärfuss’ Shop Talk-Versuch vom moderierenden Daniel Puntas Bernet im Keim erstickt. Die Medien würden ihre Unabhängigkeit schon wahren. Punkt. Aus.
Fast. Denn es hat sich nicht nur Lukas Bärfuss, sondern auch ein Mitorganisator des Reporter-Forums geärgert. Geärgert, weil dieser Kontroverse um Herrn B. mehr Beachtung gerade auch an einem Event wie dem ersten Schweizer Reporter-Forum zugesprochen werden sollte. Mit der bündigen Antwort des Reportagen-Chefredaktors sei es nicht getan. Die Wichtigkeit dieses Diskurses stand also fest.
Schade, vermochte niemand das Kind beim Namen zu nennen.
Für das zweite Reporter-Forum wäre es wünschenswert, Branchen-Ärgernissen mehr Raum zu schaffen und gemeinsam differenziert zu diskutieren.
Olivia Borer


Gelernt

Man lernt ja bekanntlich nie aus. Und zu lernen gab es einiges: Bei Longform-Storys müsse man sich auf das «Scrollytelling» achten, erklärte etwa Cordt Schnibben vom «Spiegel». Leserbriefe eigneten sich als gute Quellen für Lokalgeschichten, konstatierte man im Panel zum Lokaljournalismus. Und ja, die Verlage brauche es nach wie vor, stellten die aufstrebenden Journalismusprojekte Correct!v, Follow the Money und Dossier unisono klar.
Wie lassen sich die Reportagen noch besser erzählen? Diese Frage wollte das Reporterforum beantworten und den versammelten Journalisten sogleich die richtigen Kniffe, Tipps und Tricks mit auf den Weg geben. Eine Möglichkeit dazu stellte auch der stellvertretende Auslandschef des Spiegels, Mathieu von Rohr, vor: In seinem Panel zeigte er die Herangehensweise auf bei einer Reportage, die von mehreren Personen verfasst wird.
Am Schluss der Veranstaltung warf der Autor Lukas Bärfuss nach dem vielen Lob, das den ganzen Tag zu hören war, auch ein paar kritische Aussagen in die Runde (siehe Blogeintrag «Geärgert»). Er hatte nicht unrecht: Nicht alles läuft Rund in der Branche – das tat es aber auch nie – und wir sollten uns dies nicht vormachen. Vielleicht war gerade dies eine Erkenntnis, die man dem Forum hätte abgewinnen können. Dennoch – da behält Cordt Schnibben recht – ist momentan die beste Zeit, in den Journalismus zu wechseln. Selten zuvor gab es derart viele Möglichkeiten, seine Recherchen und Geschichten zu präsentieren wie heute.
Und schliesslich bekam ich noch eine letzte Weisheit mit auf den Heimweg: Es gebe drei Dinge, die ein Reporter oder eine Reporterin nicht erlernen könne, so die Journalistin und Autorin Margrit Sprecher am Schlusspanel: Stil, schnelle Auffassungsgabe und Glück. Gut, dass ich das jetzt auch gelernt habe.
Lukas Blatter


Auf der Website des Reporter-Forums können einige Workshops nachgehört werden. 

Wer will nach Brüssel?

Elia Blülle

Eine Delegation von Junge Journalisten Schweiz verbringt die nächste Woche in Brüssel.

Auch die Kollegen und Kolleginnen von JungeJournalisten.de reisen am 14. und 15. September für zwei Tage nach Brüssel. MitgliederInnen von Junge Journalisten Schweiz sind ebenfalls herzlich eingeladen, am Programm teilzunehmen.

Sie werden unter anderem ein Treffen mit dem ARD-Korrespondenten Christian Feld abhalten und einen Tag in der EU-Kommission verbringen. Die Übernachtung vom 14. auf den 15. September bezahlt die EU-Kommission, zudem Frühstück und Mittagessen.  Die individuelle An- und Abreise sowie etwaige weitere Übernachtungen müssen die TeilnehmerInnen selbst bezahlen. Anmeldung ab sofort via Mail an mail@jenstwiehaus.com.

Infografik: Wann und wie?

Matthias Strasser

Sylke Gruhnwald vom SRF-Data-Team liefert Antworten.

Wann setze ich Infografiken sinnvollerweise ein? Welche Möglichkeiten bieten sie? Wo liegen die Grenzen? Und vor allem: Welche Tools haben wir? Wir diskutieren mit Sylke Gruhnwald, Leiterin von SRF Data, über Infografiken und Datenvisualisierung.

Details und Anmeldung hier:

https://www.facebook.com/events/1608672512717597/

Grüezi Newsletter!

Mario Fuchs

Checkt eure Mailboxen - wir haben gerade unseren ersten Newsletter seit Ewigkeiten verschickt! JJS-Mitglieder werden ihn künftig immer in der ersten Woche jedes Monats erhalten.

Aber auch ohne JJS-Mitgliedschaft (möglicherweise bist du nicht Journalistin oder Journalist, oder bereits über 30? JournalistInnen bis 30 empfehlen wir eine Mitgliedschaft bei uns natürlich wärmstens: http://www.jungejournalisten.ch/mitglied-werden/) kannst du unseren Newsletter abonnieren.

Schreib uns einfach: info@jungejournalisten.ch.

Journalismus Schweiz – Braucht es eine Medienrevolution?

Mario Fuchs

Nach den besuchens- und mitschreibenswerten Medientagen, die am 11. und 12. September in der Bar im Stall in Aarau stattfinden, gibt's am Sonntag, 13. September, gleich nochmals einen sicherlich hörens- und sehenswerten Anlass: bei der Podiumsdiskussion wollen die Veranstalterinnen herausfinden, wie Medienschaffende mit dem Wandel in der Medienwelt umgehen.

Unter dem Titel «Journalismus Schweiz – Braucht es eine Medienrevolution?» diskutieren Anne-Sophie Keller (Migros Magazin), Sven Broder (Annabelle), Christof Moser (Schweiz am Sonntag) und Till Rippmann (VICE).

Moderation: Olivia Kühni (selbstständige Journalistin, unter anderem für die “Handelszeitung” und “Die ZEIT”, bis 2011 Reporterin beim Tages-Anzeiger)

https://www.facebook.com/events/1641443039401954/

Schreibe deine Schweiz

Mario Fuchs

Calling for entries!

An die Journalisten und Journalistinnen (egal, ob Schrift, Bild oder Ton) unter euch: Junge kreative Frauen veranstalten im September zum ersten Mal die Medientage im Alten Stall der Reithalle Aarau. In Zusammenarbeit mit der Aargauer Zeitung und Junge Journalisten Schweiz.

Wir sind gespannt auf eure Einreichungen! Alles Wichtige: siehe PDF. Und wie immer: Gerne teilen und weitersagen! Kommet, sehet und schreibet!

http://www.docdroid.net/UXAb2RZ/aufruf-bar-im-stall.pdf.html

Frauenfussball und die Medien

Mario Fuchs

Medienfrauen Schweiz nimmt die Diskussion auf, die Bänz Friedli mit seinem offenen Brief an die Redaktion des Blick am Abend gestartet hat.

Martina Voss-Tecklenburg, Trainerin der Frauenfussball-Nationalmannschaft, Seraina Degen, Redaktorin beim Frauenfussball-Magazin und Helene Aecherli, Redaktorin bei der annabelle, diskutieren mit ihm und Peter Röthlisberger über Frauenfussball in den Medien.

Die Diskussion findet am 19. August um 19:00 Uhr am Sihlquai 125 statt.

https://www.facebook.com/events/142211159447661/

Unsere Mitglieder sind Top

Mario Fuchs

In der aktuellen Ausgabe des Medienmagazins "Schweizer Journalist" erkoren Journalistinnen und Journalisten aus dem ganzen Land ihr Top 30 unter 30. Unter den Talenten sind JJS-Vorstandsmitglied Mario Fuchs, JJS-Engagierte wie Florian Schweer oder Lukas Leuzinger und die JJS-Mitglieder Simon Jacoby und Conradin Knabenhans.

Wir gratulieren allen Platzierten ganz herzlich! Für euren weiteren Weg wünschen wir euch viel Erfolg und die Erfüllung eurer 10-Jahres-Träume.

www.schweizer-journalist.ch