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Wie geht guter Sportjournalismus? So! sagen zwei, die über den FC Basel schreiben

Martina Polek

Im gutbürgerlichen Restaurant Bundesbahn haben wir an der letzten Wie?So! mit den zwei FCB-Berichterstattern Céline Feller (bz Basel) und Samuel Waldis (TagesWoche) gesprochen. Die zentrale Frage: Wie viel Nähe braucht es, um mitreissende Interviews zu schreiben und wie viel Abstand tut gut, um auch in schlechten Zeiten kritisch über den FCB zu berichten? 

 In Basel diskutierten wir mit Samuel Waldis (TaWo) und Céline Feller (bz Basel) über Sportjournalismus.

In Basel diskutierten wir mit Samuel Waldis (TaWo) und Céline Feller (bz Basel) über Sportjournalismus.

Fan: Nein, weder Céline noch Samuel sind FC Basel Fans. Torjubel ist absolut tabu. Céline liebt den Fussballsport, Samuel verlässt gern den Schreibtisch und lässt sich von unmöglichen Arbeitszeiten nicht abschrecken. Darum schreiben sie über den FCB und mögen ihren Job auch so gerne. 

Reisen: Ja, während eines Spiels im Ausland rücken Spieler und Medienschaffende zusammen – Flugzeug sei Dank. Vorne sitzen die Spieler, hinten die Journis. Da ist es auch schon vorgekommen, dass er mit einem Spieler gemeinsam gezockt habe, sagt Samuel. Wie auf Klassenfahrt geht’s aber selbst im Flugzeug nicht zu und her. Manche Spieler ziehen sich den Pullover übers Gesicht, um ihre Ruhe zu haben. Und übertriebener Alkoholkonsum liegt sowieso nicht drin, weder bei den Fussballern, noch bei den Journalisten.  

Intimität: Momente, in denen sich Spieler und Journalist näher kommen, die gibt es immer wieder. Etwa, wenn sie sich zu einem Interview treffen. Bewusst für Intimität und Vertrauen sorgten Céline und Samuel bei ihren zwei Interviews, die für besonders viel Aufmerksamkeit in Basel gesorgt haben. Dazu sprach Samuel auf Französisch mit dem Fan-Liebling Geoffroy Serey Dié, Céline führte ein Interview auf Spanisch mit dem abtretenden FCB-Kapitän Matìas Delgado. Die Muttersprache entlockte den Spielern wohl Dinge, wie es in einer anderen Sprache nicht möglich gewesen wäre.  

Wiedersehen: Was für den Regionaljournalismus gilt, gilt für eine FCB-Journalistin sogar noch ein bisschen mehr: Céline und Samuel begegnen den Menschen, über die sie schreiben, immer wieder und müssen ihnen auch dann in die Augen blicken können, wenn sie mit ihnen zuvor in einem Artikel hart ins Gericht gegangen sind. Wer damit nicht umgehen kann, hat im Sportjournalismus nichts verloren. Auch Céline musste sich daran gewöhnen, dass ihr Spieler schreiben und im vorwurfsvollen Ton fragen: «Warum hast du mir nur eine Note 4 gegeben für meine Leistung im Spiel gestern?».

 JJS-Mitglieder Daniel Faulhaber (links) und Martina Polek (2.v.l.) sprachen mit Céline Feller (2.v.r.) und Samuel Waldis (rechts).

JJS-Mitglieder Daniel Faulhaber (links) und Martina Polek (2.v.l.) sprachen mit Céline Feller (2.v.r.) und Samuel Waldis (rechts).