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Löhne und Konditionen von freien JournalistInnen: JJS publiziert die erste Übersicht der Schweiz

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Löhne und Konditionen von freien JournalistInnen: JJS publiziert die erste Übersicht der Schweiz

Karin Wenger

Daran haben wir die vergangenen Monate gearbeitet: JJS veröffentlicht die erste Übersicht über Honorare und Konditionen von freien Medienschaffenden in der Schweiz. Die Datenbank umfasst zurzeit 150 Einträge von 47 Medien.

Dies ist nur möglich dank euch. Ein riesengrosses Dankeschön an alle freien Journalistinnen und Journalisten, die an unserer Umfrage teilgenommen haben. Das Online-Formular (unten eingefügt) bleibt offen, Angaben können weiterhin übermittelt werden.

Schwammige Stellungnahmen der grossen Medienhäuser

JJS hat alle Medien, zu welchen Einträge übermittelt wurden, um offizielle Angaben gebeten. Nur 8 von 47 Medientiteln gaben genaue Auskunft zu Lohn und weiteren Konditionen (WOZ, SRG Link Magazin, Medienwoche, Freiburger Nachrichten, Obersee Nachrichten, Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, die Effingermedien, thurgaukultur.ch). Zwölf haben gar nicht reagiert auf die mehrmalige Anfrage von JJS; drei Titel antworteten, keine Angaben kommunizieren zu wollen. Die Kommunikationsabteilungen der grossen Medienhäuser teilten eher schwammige Informationen mit und kommunizierten keine Richtlinien für Honorare (Ringier, Tamedia, SRF, NZZ, CH Media).

Grosse Unterschiede zeigen sich bei den Honoraren. Die von Impressum und Syndicom empfohlenen Mindestansätze von 445 bis 518 Franken pro Tag werden zwar ab und zu eingehalten, doch der reale Aufwand scheint oft über den ausbezahlten Tagesansätzen zu liegen. Positiv fallen der Beobachter, das Migros Magazin sowie das SRG Link Magazin auf.

Die meisten regionalen Titel sowie Vice Schweiz bezahlen sehr tiefe Honorare. Auch die WOZ vergütet die freien Schreibenden eher tief, allerdings gibt es bei aufwändigen Recherchen die Möglichkeit auf einen Zustupf des Fördervereins.

Fast alle Medientitel gaben an, Sozialleistungen wie AHV und Pensionskasse zu bezahlen – zum Teil allerdings erst auf Nachfrage der freien Medienschaffenden. Bei den Spesen gelten oft dieselben Reglemente wie für Festangestellte. Freie sollten diese also konsequent einfordern. Die von Branchenverbänden empfohlene Infrastrukturentschädigung bezahlen offiziell nur zwei Medien (SRG Link Magazin, WOZ für regelmässige Freie). Zudem beteiligt sich der Beobachter gemäss unserer Umfrage zumindest teilweise an den Infrastrukturkosten.

An euren Rückmeldungen haben wir gemerkt: Es besteht ein grosses Bedürfnis nach Transparenz. Guckt also rein in unsere Übersicht und fordert eure Honorare, Sozialleistungen und Spesen ein! An alle Praktika-Interessierten: eine Übersicht über Konditionen von Praktika haben wir bereits 2017 veröffentlicht.

Hilf uns, noch mehr Transparenz zu schaffen

Wir behandeln alle persönlichen Daten vertraulich und publizieren diese anonymisiert. Damit möglichst keinen Rückschluss auf die Person machbar ist, werden wir – wo nötig – die genaue Lohnangabe runden oder zu genaue Details auslassen. Die Übersicht wird mit jedem Eintrag besser und nützlicher.

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